DM Tag 2: Gold für Batz, Maihöfer und Ruppert
Männer
Simon Batz (MTG Mannheim) krönte sich im Weitsprung mit starken 8,29 Metern zum Deutschen Meister. Mit einer beeindruckenden Serie zeigte der Mannheimer seine bislang beste Leistung auf nationaler Bühne. „Das war ein Ergebnis, von dem ich sage, dass ich es mir im Kopf auch vorher so vorgestellt habe. Ich wusste, dass ich diese Weite kann, ich konnte es nur noch nie zeigen. Die Konstanz im Wettkampf war mir sehr wichtig. Die Tribüne am Weitsprung war wirklich unfassbar.“
Im Kugelstoßen setzte sich Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen) mit 20,16 Metern gegen die Konkurrenz durch und gewann den deutschen Meistertitel. Vereinskollege Tizian Lauria komplettierte den Doppelerfolg für den VfL Sindelfingen mit Silber. „Das ist ein schönes Gefühl, Deutscher Meister zu werden. Dass es dann doch so ein Kampf wird, hätte ich nicht gedacht. Mit einem Meistertitel und einer Weite über 20 Meter darf man sich ja nicht beschweren“, sagte Eric Maihöfer.
Tizian Lauria zeigte sich trotz Rang zwei selbstkritisch: „Ich bin heute überhaupt nicht zufrieden, weil mir die B-Norm zur Europameisterschaft fehlt. Ich bin wahrscheinlich zu verkrampft gewesen und habe heute zu viel gewollt.“
Wurf und Langstrecke bringen weitere Medaillen
Im Speerwurf der Männer belegte Nick Thumm (VfB Stuttgart 1893) mit starken 81,45 Metern Rang zwei. „Der Wettkampf war lang und anstrengend. Ich bin nun komplett platt, aber ich bin zufrieden. Ich wollte einfach nur werfen und bin daher nun sehr zufrieden mit der Weite.“ Mit 79,33 Metern holte sich der Offenburger Max Dehning die Bronzemedaille.
Über 5.000 Meter der Männer standen gleich zwei Athleten der LAV Stadtwerke Tübingen auf dem Podest. Frederik Ruppert gewann in 14:08,15 Minuten den deutschen Meistertitel, Maximilian Thorwirth lief in 14:11,15 Minuten zu Bronze.
„Das war sehr gut heute. Ich konnte das Beste aus dem Rennen rausholen. Ich wollte mit dem Rennen noch einmal Selbstbewusstsein für die EM tanken“, erklärte Frederik Ruppert. Maximilian Thorwirth, der nach der Saison seine Karriere beendet, freute sich über einen emotionalen Abschluss: „Es ist wundervoll. Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können. Viel besser kann ein Karriereende nicht sein.“
Frauen
Schon lange war klar: Die Generation der jungen deutschen Hürdensprinterinnen der Jahrgänge 2002 bis 2004 hat das Zeug dazu, die Disziplin in Deutschland wieder entscheidend nach vorne zu bringen. Und so war nach einer Saison, in der bereits vier DLV-Athletinnen unter 13 Sekunden geblieben waren, der Weg bereitet für ein schnelles DM-Finale im Lohrheidestadion von Bochum-Wattenscheid.
Die bisherige Jahresbeste Rosina Schneider (TV Sulz) holte mit 12,81 Sekunden, nur vier Hundertstel über Bestzeit, Silber. Beide können damit auch schon für die Europameisterschaften in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) planen. „Wir haben den Winter sehr, sehr gut trainiert. So eine Konstanz in den Wettkämpfen zu haben, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Schade, dass es nicht mit dem Titel geklappt hat. Aber mal ist die eine besser, mal die andere.“
Doppeltes Edelmetall über 5.000 Meter
Auch über 5.000 Meter der Frauen gab es gleich zwei Medaillen für Baden-Württemberg. Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald) lief in 15:30,31 Minuten zu Silber. Bronze ging an Lisa Merkel (LAV Stadtwerke Tübingen), die nach 15:34,67 Minuten das Ziel erreichte. „Ich bin so happy mit der Medaille. Ehrlich gesagt wollte ich nach dem Rennen in Tübingen vor einer Woche gar nicht antreten. Umso schöner ist es, dass es heute so gelaufen ist“, sagte Elena Burkard.
Lisa Merkel erklärte: „Ich bin unter den Umständen sehr zufrieden. Ich habe mir gedacht: Gib dir einfach die Chance. Und das hat funktioniert. Es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht, in so einem großen Stadion mit dieser tollen Stimmung zu laufen.“
Männliche Jugend U20
Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften wurden auch die deutschen U20-Titel in den Staffelwettbewerben vergeben. Über 4x400 Meter der männlichen U20 lieferten sich der SSV Ulm 1846 und Eintracht Frankfurt im zweiten Zeitlauf ein packendes Duell, das die Ulmer schließlich in 3:16,29 Minuten für sich entschieden. Damit sicherten sich Nils Noel Zeller, Felix Schmidt, Maximilian Schmidt und Quentin Roth den deutschen Meistertitel.
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Medaillenübersicht
Männer
Gold
- Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen), Kugelstoßen 20,16 Meter
- Simon Batz (MTG Mannheim), Weitsprung 8,29 Meter
- Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen), 5.000 Meter 14:08,15 Minuten
Silber
- Tizian Lauria (VfL Sindelfingen), Kugelstoßen 19,97 Meter
- Nick Thumm (VfB Stuttgart 1893), Speerwurf 81,45 Meter
Bronze
- Maximilian Thorwirth (LAV Stadtwerke Tübingen), 5.000 Meter 14:11,15 Minuten
- Max Dehning (LG Offenburg), Speerwurf 79,33 Meter
Frauen
Silber
- Rosina Schneider (TV Sulz), 100 Meter Hürden 12,81 Sekunden
- Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald), 5.000 Meter 15:30,31 Minuten
Bronze
- Lisa Merkel (LAV Stadtwerke Tübingen), 5.000 Meter 15:34,67 Minuten
Männliche Jugend U20
Gold
- SSV Ulm 1846 (Nils Noel Zeller, Felix Schmidt, Maximilian Schmidt, Quentin Roth), 4x400 Meter, 3:16,29 Minuten