Baden-Württembergs Berglauf-Asse glänzen bei der EM in Kamnik

  08.06.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BLV Top-News BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport
Die Berglauf- und Trailrunning-Europameisterschaften im slowenischen Kamnik wurden für die Athletinnen und Athleten aus Baden-Württemberg zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Mit insgesamt mehreren Medaillen, einem Europameistertitel und zahlreichen starken Platzierungen prägten die Läuferinnen und Läufer aus dem Südwesten das Geschehen an allen drei Wettkampftagen.

Julia Ehrle eröffnet die Medaillenjagd

Bereits am ersten Wettkampftag setzte Julia Ehrle (LG farbtex Nordschwarzwald) ein Ausrufezeichen. Die Titelverteidigerin stellte sich auf der vier Kilometer langen Uphill-Strecke mit 425 Höhenmetern erneut der europäischen Konkurrenz und kämpfte bis zum Schluss um die Medaillen. In 22:28 Minuten sicherte sich die U20-Welt- und Europameisterin die Bronzemedaille und legte damit den Grundstein für ein erfolgreiches deutsches Mannschaftsergebnis. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen gewann sie zudem Gold in der Teamwertung.

Auch bei den Männern waren mehrere Athleten aus Baden-Württemberg stark vertreten. Lukas Ehrle (LG Brandenkopf) erreichte auf der anspruchsvollen Strecke Rang 14, dicht gefolgt von Julius Ott (TSG 1862 Weinheim) auf Platz 19 und Dominik Notz (LAV Stadtwerke Tübingen) auf Rang 22. In der Teamwertung verpasste die deutsche Mannschaft als Fünfte nur knapp die Medaillenränge.

Marquard und Alexandre überzeugen auf der Langdistanz

Am zweiten Wettkampftag standen die Trail-Wettbewerbe über 52 Kilometer und 2.450 Höhenmeter auf dem Programm. Für das beste deutsche Ergebnis sorgte Hannah Marquard vom Markgräfler Runners Club. Nach einem starken Rennen erreichte sie in 5:07:06 Stunden den 22. Platz und verpasste die Top 20 nur knapp.

Bei den Männern zeigte Pierre-Emmanuel Alexandre (TV 1883 Schriesheim) eine klug eingeteilte Renneinteilung. Trotz leichter Fußprobleme arbeitete er sich auf den letzten Kilometern noch an mehreren Konkurrenten vorbei und belegte nach 4:28:56 Stunden einen starken 34. Platz.

Hanna Gröber krönt sich zur Europameisterin

Der große Höhepunkt aus baden-württembergischer Sicht folgte am Abschlusstag. Hanna Gröber (LAV Stadtwerke Tübingen) lief im „Up & Down“-Rennen über 13,5 Kilometer mit 970 Höhenmetern zum größten Erfolg ihrer Karriere. Die 29-Jährige zeigte insbesondere in den technisch anspruchsvollen Bergabpassagen ihre Klasse und setzte sich früh von der Konkurrenz ab.

Nach 1:09:41 Stunden erreichte sie mit deutlichem Vorsprung das Ziel und durfte sich erstmals über den Europameistertitel freuen. Silber und Bronze gingen an die Britin Nancy Scott sowie die Französin Nélie Clement. „Das hätte ich mir nie erträumt“, sagte die überglückliche Tübingerin nach ihrem Triumph. Nach Platz sieben im Uphill-Wettbewerb zwei Tage zuvor gelang ihr damit der perfekte Abschluss einer außergewöhnlichen Europameisterschaft.

Julia Ehrle läuft souverän zu Gold

Für den zweiten baden-württembergischen Titelgewinn sorgte wenig später erneut Julia Ehrle. Im U20-„Up & Down“-Rennen über 3,8 Kilometer übernahm die Athletin der LG farbtex Nordschwarzwald früh die Kontrolle und ließ ihrer Konkurrenz keine Chance. In 28:21 Minuten sicherte sie sich souverän die Goldmedaille vor der Ungarin Agota Szabo und der Spanierin Sofia Rubio. Nach Bronze im Uphill sowie Mannschaftsgold bedeutete dies bereits die dritte Medaille für die Schwarzwälderin bei diesen Europameisterschaften.

Auch im Männer-Rennen überzeugten die Athleten aus Baden-Württemberg. Julius Ott (TSG 1862 Weinheim) belegte als bester Läufer aus dem Südwesten Rang 19. Direkt dahinter folgte Dominik Notz (LAV Stadtwerke Tübingen) auf Platz 24, während Lukas Ehrle als 29. das Ziel erreichte. Gemeinsam trugen sie dazu bei, dass die deutsche Mannschaft den achten Rang in der Nationenwertung belegte.

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Svenja Sapper & Martin Neumann (leichtathletik.de) / blv